SRC51 LogoSurround Mischpult SRC51
Stereo Kompatibilität

Da fast kein Surroundmischpult ausschließlich für Mischungen im 5.1 Surround Format verwendet wird, ist die Kompatibilität zum Stereo-Format besonders wichtig. Zusätzlich zu allen für komfortables Arbeiten im Surround-Verfahren Einrichtungen ist nicht weniger wichtig, dass Stereobetrieb in gewohnter Art und Weise möglich ist. Das Surround Mischpult SRC51 beherrscht beide Formate und ermöglicht die Umschaltung zwischen den Formaten mit einer einzigen Taste.

Surround Panorama Sektionen
Surround vs Stereo
Eine besondere Problematik aller Surroundmischpulte liegt in Kompatibilität zwischen den unterschiedlichen Formaten. Für Mischungen im 5.1 Surround-Format ist eine umfangreiche Panoramasektion mit LCR-Pan, Front-Surround-Pan, Divergenz-Regler und LFE-Regler erforderlich. Es liegt in der Natur der Sache, dass abhängig von den Einstellungen der diversen Potis dieser Panoramasektion bestimmte Kanäle nicht angesteuert werden. Solange man im Surround-Format arbeitet, ist dies natürlich nicht von Nachteil sondern bietet komfortable Möglichkeiten zur Gestaltung der Mischung im Raum. Da jedoch kaum ein Surround-Mischpult ausschließlich für Surroundmischungen benutzt wird, ist die Kompatibilität zum Stereoformat von größter Bedeutung. Dies gilt besonders für die Musikproduktion, bei der immer und nach wie vor die Priorität auf der Stereomischung liegt, während die Surroundmischung zusätzlich erforderlich ist. Eine zentrale Umschaltung zwischen beiden Formaten ist die beste Lösung für dieses Problem, die jedoch leider nicht einfach und ohne zusätzlichen Aufwand zu realisieren ist.

Stereo Betrieb im SRC51 Surroundmischpult
Im SRC51 Surroundmischpult verwenden wir ein aufwendiges Verfahren zur Umschaltung der Formate, dass die rechts beschriebenen Nachteile vermeidet und die Kompatibilität zwischen Surround-Mischungen und Stereo-Mischungen in bestmöglicher Weise erhält.

Alle Surround-Panorama-Sektionen in allen Modulen sind so ausgeführt, dass das LCR-Pan mit einem zusätzlichen Stereo-Pan-Pot kombiniert ist. Über dieses zusätzliche Pan-Pot, dass wie ein 'normales' Pan-Pot arbeitet und weder durch das Front-Surround-Pan noch durch den Divergenz-Regler beeinflusst wird, steuert eine völlig getrennt aufgebaute Stereo-Summe an. Die Bus-Amps dieser zusätzlichen Stereosumme sind im Surround-Mastermodul, das auch die Stereo-Umschaltung enthält, integriert. Bei Anwahl des Stereo-Formates durch die Taste MODE STEREO werden die beiden Frontkanäle vor dem Summeninsert auf die separate Stereo-Summe umgeschaltet.

MODE STEREO Umschaltung

Die übrigen 4 Surround-Kanäle werden stumm geschaltet. Dadurch sind in den Kanälen selbst keinerlei zusätzliche Umschaltungen erforderlich.

Da die Umschaltung vor dem Insert im Summenzug erfolgt, ist die Verwendung von Stereo-Kompressoren und anderen Stereogeräten für die Bearbeitung der Summe ohne Probleme möglich.

Durch die Regelkennlinien der Stereo-Pan-Pot Sektionen in den Eingangskanälen ergibt sich auf der separaten Stereo-Summe eine Mischung, die exakt der räumlichen Anordnung der Surround-Mischung, auf eine Ebene reduziert, entspricht. Eine Veränderung der Einstellungen der Pan-Pots ist bei der Umschaltung des Formats hierzu nicht erforderlich.

Ferner erhält die am Ausgang des Summenzuges zusätzlich vorhandene Stereo-Downmix Matrix bei Stereobetrieb nur noch Eingangssignale der Kanäle 'Front-Links' und 'Front-Rechts', wodurch das Ausgangssignal der Matrix exakt dem Stereo-Signal entspricht. Dies vereinfacht den Ablauf beim Arbeiten mit unterschiedlichen Formaten weiter, da die Aufnahme im Stereo-Format immer vom Ausgang der Downmix-Matrix erfolgen kann und der gesamte Abhörteil sozusagen automatisch und ohne die Notwendigkeit weiterer Umschaltungen korrekt arbeitet.

Stereo mit Surroundmischpulten
- die Problematik

Schaltet man bei Stereobetrieb einfach alle Kanäle außer 'Front-Links' und 'Front-Rechts' ab, hat man zwar ein einfach und ohne nennenswerte Kosten zu realisierendes Verfahren, das jedoch den Anwender vor unlösbare Probleme stellt.

Da abhängig von der Einstellung der Surround-Panorama-Sektionen die Front-Kanäle nicht unbedingt angesteuert werden, verliert man bei einer derartig realisierten Umschaltung auf Stereo zahlreiche Eingangskanäle komplett und erhält außerdem eine Mischung, die hinsichtlich der Verhältnisse keinerlei Kompatibilität mit der Mischung im Surround-Format mehr hat. Bei jeder Umschaltung müssen alle Panorama-Sektionen im gesamten Mischpult überprüft und korrigiert werden. Nur in der Einstellung mit einer Divergenz von 0.7 und dem Front-Surround-Pan in Stellung Front ist eine Kompatibilität beider Formate gegeben. Hat man alle Panorama-Sektionen auf diese Werte eingestellt, sind natürlich die Einstellungen für die Surroundmischung verloren. Dadurch ist dieses Verfahren schlichtweg ungeeignet für eine professionelle Arbeitsweise.

Das zweite Verfahren, das ebenfalls ohne erheblichen zusätzlichen Aufwand auskommt, verwendet eine Downmix-Matrix am Ausgang des Surround-Summenzuges um aus den 6 Surround-Kanälen ein Stereo-Signal zu erzeugen. Eine solche Matrix addiert seitenrichtig die Surroundkanäle zu den Frontkanälen und mischt den Center-Kanal beiden Stereokanälen mit gleichem Pegel zu. Der LFE-Kanal wird über ein Tiefpassfilter ebenfalls beiden Stereokanälen zugemischt. Obwohl dieses Verfahren bereits bessere Resultate liefert, als das oben beschriebene Abschalten aller Kanäle außer 'Front-Links' und 'Front-Rechts', ist es ebenfalls mit einer Reihe von anderen Problemen behaftet.

Abhängig von den Einstellungen der Divergenz-Regler und der Front-Surround-Pan-Pots in den Eingangskanälen, ergibt sich eine Verschiebung der Verhältnisse der Mischung, die bei vielen realen Mischungen zu einer deutlichen Überbetonung der Mitte und zu einem Verlust an Räumlichkeit der matrizierten Stereomischung führt. Üblicherweise lassen sich die Matrixpegel für die Zumischung der Surroundkanäle und des Centerkanals zwar regeln, jedoch wird man kaum ohne eine Anpassung der Panorama-Sektionen in den Eingangskanälen auskommen. Zusätzlich gibt es beim Matrix-Verfahren ein weiteres Problem, dass bei der Abschaltung der Kanäle nicht auftritt. Verwendet man im Stereo-Betrieb externe Bearbeitungsgeräte, wie z. B. Stereo-Kompressoren, im Summeninsert, so bearbeitet man hier nur die beiden Frontkanäle, nicht jedoch die restlichen Kanäle. Diese gehen entweder verloren, womit man wieder beim ersten Verfahren angelangt ist, oder aber alle Kanäle außer den Frontkanälen werden unbearbeitet in die Matrix geführt. Für die Summenbearbeitung in diesem Verfahren kann man daher ausschließlich Surround-Geräte verwenden. Dies ist jedoch aufgrund der praktisch nicht vorhandenen Verfügbarkeit von 'echten' Surround-Geräten und der Kosten ein unrealistischer Ansatz.



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