Surround White Papers

Surround Verfahren

Autor: Gerd Jüngling - Copyright: Alle Rechte vorbehalten
Verwendung oder Kopie, auch auszugsweise, bedürfen unserer ausdrücklichen, schriftlichen Zustimmung

  1 | 2 | 3 ||||||| 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 |
Divergenz
Bisher haben wir immer stillschweigend angenommen, dass es sich um punktförmige Schallquellen (also z. B. sprechende Personen) handelt. Die vorgenannten Betrachtungen sind nämlich nur für diesen Fall wirklich korrekt. Genauer gesagt muss, damit die Annahmen stimmen, die räumliche Ausdehnung der Schallquelle klein gegen die Breite der Leinwand sein. Ist dies nicht der Fall, ergibt sich eine andere Situation. Nehmen wir an, ein Eisenbahnzug fährt von links nach rechts über das Bild. Seine Länge soll der halben Breite der Leinwand entsprechen. Ferner nehmen wir an, dass die Lokomotive ein Signal abgibt, wenn sie sich genau in der Bildmitte befindet. Würden wir das Fahrgeräusch des Zuges so behandeln, wie die punktförmige Schallquelle, würden die Zuschauer dann, wenn der Zug sich in der Bildmitte befindet, die Fahrgeräusche nur aus dem mittleren Lautsprecher hören, obwohl der Zug in diesem Augenblick die halbe Leinwand ausfüllt. Es ergibt sich hierdurch eine Diskrepanz zwischen der tatsächlichen, sichtbaren Breite der Schallquelle und der punktförmigen Schallinformation aus einem Lautsprecher. Bei den Positionen extrem links und extrem rechts ist dieses Problem natürlich nicht vorhanden, da nur ein kleines Stück des Zuges sichtbar ist und somit die akustische Abbildung durch einen Kanal korrekt ist. Auch auf dem Weg von Links zur Mitte und von der Mitte nach Rechts ergeben sich günstigere Verhältnisse, da dann jeweils 2 Lautsprecher mit unterschiedlichen, sich mit der Position verändernden Signalpegeln gleichzeitig aktiv sind. In der Mittenposition jedoch ist die akustische Abbildung unzureichend. Um hier Abhilfe zu schaffen, benötigen wir eine Art Breitenregelung. Es muss also eine Möglichkeit vorhanden sein, ein Signal, das im Mittenkanal übertragen wird, zusätzlich dem linken und rechten Kanal zuzumischen. Zu diesem Zweck führen wir eine weitere Regelmöglichkeit ein, mit der wir in der Mittelstellung des Richtungsreglers einstellen können, wie stark der linke und rechte Kanal bedämpft wird, wir regeln somit die Divergenz des Signals. Über eine zur jeweiligen Schallquelle angepasste Stellung können wir also die 'Breite' des Signals einstellen. Hier finden Sie weitere Erläuterungen zur Divergenz bei Surround Verfahren.
Link auf diesen Artikel

zurück weiter 


Tell A Friend
Newsletter Eintrag:

Add to Favorites