Surround White Papers

Surround Verfahren

Autor: Gerd Jüngling - Copyright: Alle Rechte vorbehalten
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Der Trick mit dem Center Kanal
So geht es also nicht. Abhilfe lässt sich durch die Einführung eines dritten Übertragungskanals schaffen. Wir installieren einen weiteren Lautsprecher in der Mitte der Leinwand (oberhalb oder unterhalb des Bildes, oder bei Verwendung von speziellen Materialien auch hinter der Leinwand). Betrachten wir nun erneut die Situation einer in der Bildmitte abgebildeten Schallquelle, die wir jedoch nun nur noch auf den neuen, mittleren Lautsprecher leiten. Da nur noch der mittlere Lautsprecher aktiv ist, werden natürlich alle Zuhörer, unabhängig von ihrer jeweiligen Sitzposition, das Signal auch in der Mitte orten. Für die Fälle der weit rechts oder links außen liegenden Schallquelle, die nur über den rechten oder linken Kanal übertragen wird, hat sich die Situation nicht verändert; auch hier haben alle Zuschauer unabhängig von Ihrer Sitzposition eine korrekte Schallortung.

Situation im Kino mit Center Lautsprecher

Betrachten wir nun eine Schallquelle, die aus der Mitte nach rechts versetzt ist und somit bei 75% des Abstandes zwischen dem linken und dem rechten Lautsprecher liegt. Das Tonsignal zu dieser Schallquelle legen wir mit gleichem Pegel auf den rechten und mittleren Tonkanal. Für die Zuschauer, die in der Mitte sitzen, ist die Ortung korrekt, sie hören das Signal aus dem mittleren und dem rechtem Lautsprecher; die Schallortung verschiebt sich nach rechts. Für den Zuschauer auf der rechten Seite gilt Gleiches, da er eine Schallortung hat, die sich aus den Verhältnissen von Rechts und Mitte ergibt. Wie sieht es nun aber bei einem weit links sitzenden Zuschauer aus? Er hört natürlich überwiegend den mittleren Kanal. Jedoch verschiebt sich seine Schallortung durch den Anteil des rechten Kanales, den er zusätzlich erhält, ebenfalls nach rechts, sodass sich auch für diese Situation ein befriedigendes Ergebnis einstellt.

Bewegen wir eine Schallquelle von links nach rechts über die Leinwand, so ergibt sich für die Zuordnung der Tonkanäle, dass zunächst nur der linke Kanal beaufschlagt wird. Es folgt eine Überblendung auf den mittleren Kanal in der Art eines konventionellen Stereo-Pan-Pots. Ist der mittlere Kanal angewählt - also dann, wenn die Schallquelle sich in der Mitte des Bildes befindet - sind der linke und der rechte Kanal abgeschaltet. Im weiteren Verlauf erfolgt eine Überblendung von Mitte auf Rechts. Eine detaillierte Beschreibung der für eine Surround Panorama Sektion erforderlichen Regelmöglichkeiten ist hier.

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