Surround White Papers

Divergenz

Autor: Gerd Jüngling - Copyright: Alle Rechte vorbehalten
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Regelverhalten bei räumlichen Schallquellen
Dieses Regelverhalten erzeugt den erforderlichen 'räumlichen' Eindruck. Hierbei sind die Werte von ca. - 10 dB bei den 50 % Punkten empirisch ermittelt.

Über die 0-dB-Werte für alle Kanäle in der Mitte ergibt sich eine Lautstärkeanhebung, die dem Prinzip der reinen Richtungsregelung ohne Einfluss auf den Lautstärkeeindruck bei einem Pan-Pot zwar widerspricht, für die reale Situation aber besser geeignet ist. Natürlich muss das Geräusch des Zuges lauter sein, wenn er die gesamte Breite der Leinwand ausmacht. Ebenso darf sich die Lautstärke in Beispiel 1 natürlich nicht ändern, wenn das Auto über die Leinwand fährt, da sich, anders als beim Zug, seine Größe relativ zur Leinwand ja nicht verändert.

Divergenz Regelung
Das Ergebnis dieser Betrachtung ist, das wir mit einem Pan-Pot allein für Surround Sound nicht auskommen. Wir müssen zusätzlich eine Möglichkeit haben, die die Regelcharakteristik des Pan-Pots zwischen den in Beispiel 1 und Beispiel 2 beschriebenen Verläufen verändert. Für diesen zusätzlichen Regler hat sich der Begriff Divergenz (bzw. Divergence in der englischen Schreibweise, üblicherweise mit DIV abgekürzt) eingebürgert. Trotz intensiver Nachforschungen ist es uns nie gelungen herauszufinden, wer diesen Begriff 'verursacht' hat. Treffender, wenn auch weitaus weniger abgehoben, wäre der Begriff 'Breite' bzw. 'Width' gewesen. Aber, dieser Zug ist abgefahren.

Zusammenfassung
Fassen wir noch einmal zusammen. In der Surround-Mischtechnik wird mit Divergenz ein zusätzlicher Regler einer Surround-Panorama- Sektion bezeichnet, der das Regelverhalten des Left-Center-Right Pan-Pots für die Frontkanäle verändert. In der einen Endstellung wird ein Regelverhalten nach Beispiel 1 (punktuell) erzeugt. In der anderen Endstellung, üblicherweise ganz nach rechts, Skalenbeschriftung '1', entspricht die Regelung dem Beispiel Nr. 2. In den Zwischenstellungen erfolgt ein kontinuierlicher Übergang zwischen den beiden Regelverläufen, der wie eine Breitenregelung wirkt.

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