Surround Mastering Dynamik Prozessor DYNAROUND TWO

Der Surround Limiter im DYNAROUND TWO

Der Limiter im Surround Dynamik Prozessor Dynaround Two verfügt über einige Besonderheiten, die es ermöglichen die Grenze von 3 dB Gain-Reduction für eine unhörbare Begrenzung von Spitzen zu überschreiten. Das integrierte, analoge Delay in den Audiowegen bewirkt eine Verzögerung, die die Reaktionszeit des Limiters bei kurz eingestellter Attackzeit kompensiert und so verhindert, dass Spitzen im Ausgangssignal auftreten. Über die dynamische Releasezeit Modulation lässt sich ein wesentlicher Kompromiss zwischen dem Auftreten von hörbarem Pumpen und von Verzerrungen im Bassbereich erreichen.

Surround Limiter im 5.1 Mastering Dynamik Prozessor

Surround Regelung
Anders als Surround-Kompressor und Expander arbeitet der Limiter immer parallel auf fünf der sechs Kanäle. Eine Threshold-Verschiebung oder eine Veränderung der Ratio der Surroundkanäle ist hier nicht sinnvoll und würde dazu führen, dass kein eindeutiger Spitzenpegel mehr begrenzt wird, was jedoch der eigentliche Sinn und zwei eines Limiters ist. Lediglich die Behandlung des LFE-Kanals ist hier eine Ausnahme. Da in vielen Fällen der LFE-Kanal mit einem bis zu 10 dB niedrigeren Pegel gefahren wird, können hier Spitzen, die die 5 übrigen Kanäle bereits übersteuern würden, keinen Schaden anrichten. Die Taste LFE SAVE schaltet den LFE-Kanal komplett am Limiter vorbei. Ist diese Taste gedrückt, wird der LFE nicht selbst geregelt und er bewirkt auch keine Regelung der anderen Kanäle. Ist LFE SAVE nicht gedrückt, wird der LFE synchron mit den anderen Kanälen abgeregelt. Beide Varianten sind für bestimmtes Programmmaterial sinnvoll.

Die Taste LFE LIM bestimmt, ob der Pegel des LFE-Kanals eine Regelung bewirkt. Die diese Taste gedrückt, so bestimmt der LFE dann die Regelung, wenn er den höchsten Pegel aller 6 Kanäle hat. Ein Standard-Offset für den Referenzpegel des LFE kann intern durch einen Trimmer im Bereich von +/- 10 dB eingestellt werden.

Limiter
Der Limiter ist als extrem schneller, vorwärtsgeregelter Spitzenwertbegrenzer realisiert. Seine Gleichrichterstufen wurden auf schnellste Reaktion optimiert. Bei der kürzesten Einstellung der Attackzeit von 10 µsec wird eine 20 kHz-Schwingung bereits in der zweiten Halbwelle der Schwingung komplett abgeregelt, sofern die Verstärkungsreduktion 6 dB beträgt. Die Attackzeit lässt sich für ein moderateres Verhalten bis auf 5 ms hochregeln. Der Threshold ist im Bereich von + 4 dB bis + 24 dB einstellbar.

Die Rücklaufzeit kann mit dem Regler RELEASE zwischen 50 ms und 1.5 sec verstellt werden. Das Verhalten des Limiters ist auf die schnell und unhörbare Ausregelung kurzer Spitzen optimiert. Bei schnell eingestellter Attackzeit und einer Releasezeiteinstellung von ca. 0.3 Sekunden kann der Limiter Peaks bis zu etwa 3 dB praktisch unhörbar ausregeln. Die Erholzeit liegt dann geringfügig unterhalb der Erholzeit des menschlichen Ohrs für solche Pegeländerungen, sodass kein Pumpeffekt hörbar wird. Größere Verstärkungsreduktionen sind dann möglich, wenn der Bassanteil des Programms sehr gering ist. Da eine Releasezeit unterhalb von 300 ms, bei der kein Pumpen hörbar wird, bereits während eines Schwingungszuges eines Basstons regelt, entstehen bei niedrigen Frequenzen unter Regelung physikalische bedingte Verzerrungen, die nur durch eine längere Releasezeit, die wiederum Pumpen hörbar werden lasst, reduziert werden können. Der Surround Limiter ist mit zwei zusätzlichen Regelkreisen ausgestattet, die hier einen wesentlich besseren Kompromiss und damit höhere Begrenzungswerte, ermöglichen.

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