Surround Mastering MS-Richtungsmischer DIMENSIONS

Die Equalizer in den MS-Signalwegen des Richtungsmischern ermöglichen die frequenzabhängige Veränderung der Basisbreite mit unvergleichlichen Effekten für die Räumlichkeit einer Surround-Mischung.

MS Equalizer im Surround Mastering MS Richtungsmischer
Die Equalizer in der MS-Ebene
In beiden Richtungsmischer-Sektionen befinden sich einschleifbare EQ-Bänder. Diese regeln jedoch nicht wie gewohnt das Signal im normalen Format sondern in der MS-Ebene, die zur Regelung von Richtung und Basis innerhalb des Gerätes erzeugt wird. Eine Regelung im jeweiligen Mittenkanal (Breite und Tiefe) erzeugt dabei nur Veränderungen in den kohärenten Signalanteilen. Diese EQ's verändern also nur die monofonen Signalanteile in der Raumbreite bzw. der Raumtiefe und reduzieren damit die Basisbreite bei einer Anhebung bzw. erhöhen die Basisbreite bei einer Absenkung.

Die Regelung im Seitenkanal beeinflusst dagegen nur die inkohärenten, räumlichen Signalanteile. Hier führt eine Anhebung zu einer Erhöhung der Basisbreite und eine Absenkung zu einer Reduzierung. Für die Breitenregelung und für die Tiefenregelung ist jeweils ein Low-EQ für den Mittenkanal und ein Hi-EQ für den Seitenkanal vorhanden. Diese Aufteilung der Bänder liegt nahe, da der Tieftonbereich nicht ortbar ist. Mit diesen EQ-Bändern lässt sich nach und während der Veränderung der Raumparameter das Bassfundament des Programms effektiv anpassen. Der jeweilige Hi-EQ liegt dagegen im Seitenkanal und regelt den räumlichen Anteil des Signals. Die einzelnen Bänder sind jeweils vollparametrisch ausgeführt. Die Stellbereiche für die Frequenz reichen von 30 Hz bis 1 kHz für die Low-EQ's und 1 kHz bis 20 kHz für die Hi-EQ's. Die Güte lässt sich im Bereich 0.5 bis 3 regeln. Für die Pegelveränderung ist an dieser Stelle ein Regelbereich von +/- 12 dB angemessen und mehr als ausreichend. Die EQ's können einzeln im Breiten-Richtungsmischer und im Tiefen-Richtungsmischer zugeschaltet werden.

Der LFE-Kanal
Der LFE-Kanal (Low-Frequency-Effect) ist für tieffrequente Signalanteile ausgelegt und besitzt keine ortbaren Komponenten. Daher ist er nicht in die Regelung eingebunden sondern läuft an diesen Elementen vorbei. In Verbindung mit der Ein- und Ausgangsmatrix kann jedoch das Verhalten des LFE zusätzlich beeinflusst werden. Dazu später mehr.

Zusätzliche Schaltmöglichkeiten
Zusätzlich kann die Kanalzuordnung eingangsseitig durch eine Reihe von Schaltern beeinflusst werden. FRONT-REVERSE und SRD-REVERSE vertauschen die Kanäle L und R bzw. SL und SR. Der Schalter DEPTH REVERSE vertauscht die Front- mit den Surroundkanälen, ohne jedoch den Centerkanal zu beeinflussen.

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